Autor Thema: Linux Kernel 4.19  (Gelesen 695 mal)

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Linux Kernel 4.19
« am: 14. August 2018, 07:15:08 »
Linux 4.19: Support für schnelleres WLAN und AVM-Fritz-Sticks

Linux 4.19 soll den nächsten WLAN-Standard IEEE 802.11ax unterstützen. Die Aufsehen erregende VPN-Lösung Wireguard folgt wohl frühestens bei Linux 5.0.


Nach der Sonntagnacht erfolgten Freigabe von Linux 4.18 hat Linus Torvalds begonnen, die ersten Änderungen für Linux 4.19 in den in den Hauptentwicklungszweig von Linux einzupflegen. In diese Version soll unter anderem Support für den nächsten WLAN-Standard IEEE 802.11ax einziehen, der WLAN-Übertragungen um Faktor vier zu beschleunigen verspricht. Die entsprechenden Kernel-Erweiterungen haben Intel-Entwicklern geschrieben. Die erweitern auch gleich ihren WLAN-Treiber um Unterstützung für einen neue, wohl Intel Wireless-AX 22560 genannte Serie von WLAN-Chips, die den Nachfolger des derzeit gängigen Funkstandards nutzt.

Einige unabhängig von Mediatek arbeitende Entwickler dürften einen Treiber beisteuern, der Mediateks WLAN-Chips der Reihen MT76x0U und MT76x2u unterstützt. Durch ihn wird Linux in Zukunft von Haus aus einige Varianten der USB-WLAN-Sticks AMD FRITZ! AC 430 und 860 verwenden können.

Endlich Meltdown-Schutz für 32-Bit-x86-Linux
Bei Linux 4.19 sollen endlich Maßnahmen in den 32-Bit-x86-Code (aka "x86-32") des Kernels einfließen, damit auch er vor der zu Jahresanfang publik gewordenen Prozessorsicherheitslücke "Meltdown" schützt. Ferner sollen Treiber für den Qualcomm Snapdragon 845 zum Kernel stoßen, der in einigen mit Windows ausgelieferten ARM-Notebook steckt, die es mit x86-Geräten aufnehmen können. Darunter auch ein Grafiktreiber für die in diesem SOC verbauten Adreno 630, der auch andere GPUs der A6XX-Familie unterstützt.

Linus Torvalds beendet die Aufnahme aller größeren Neuerungen typischerweise nach zwei Wochen, indem er die erste Vorabversion einer neuen Kernel-Version veröffentlicht. Das läutet zugleich die Stabilisierungsphase ein, die derzeit fast immer sieben Wochen dauert; gelegentlich sind es auch mal acht, in seltenen Fällen nur sechs. Linux 4.19 erscheint daher wahrscheinlich am 15. oder 22. Oktober. Sofern Torvalds seine Andeutungen wahr macht und den Rhythmus beibehält, folgt zum Jahreswechsel dann Linux 5.0.

Neue VPN-Lösung am Horizont
Wohl erst bei einem Nachfolger von 4.19 dürften die jüngst vorgestellten Patches zum Support der VPN-Lösung Wireguard einziehen. Einige Distributionen liefern den jungen Ansatz bereits mit, der bei einigen größeren Firmen bereits im Einsatz sein soll und in Kernel-Kreisen einiges Aufsehen erregt hat.

Der für WireGuard zuständige Netzwerkcode ist dabei vergleichsweise klein, was die Begutachtung durch die Entwickler des Netzwerksubsystems erleichtert. An anderer Stelle wird es dafür schwieriger, denn der Code greift auf eine neue, noch nicht im offiziellen Kernel enthaltene Programmierschnittstelle für das Crypto-Subsystem zurück. Die haben die WireGuard-Entwickler eigens für ihre VPN-Lösung geschaffen, weil ihnen das bisherige Crypto-API missfiel. Das Review mehr Arbeit machen, denn der Code ist deutlich umfangreicher als die Netzwerkcode-Erweiterungen von WireGuard.

Außerdem schauen die Entwickler bei Crypto-Code auch genauer hin. Ferner sind die Crypto-Subsystem-Entwickler auch nicht gerade erpicht darauf, eine weitere Programmierschnittstelle betreuen zu müssen. Einige mit der Materie vertraute Kernel-Entwickler sind der Aufnahme aber trotzdem nicht abgeneigt, weil sich das bisherige API für manche Verwendungszwecke schlecht eignen soll; das neue deckt dafür einige Fälle nicht ab, für die sich das bisherige API gut eignet. Die Entwickler sind bereits dabei, sich und den Code abzustimmen, um letztlich alle involvierten Parteien zufrieden zu stellen. Das dürfte auch eine Aussage von Torvalds zu verdanken sein, der sich für Wireguard stark gemacht hat – das ist mehr als ungewöhnlich: Normalerweise mischt er sich nicht mit solch positiven Aussagen in die Arbeit der Subsystem-Entwickler ein, um sie nicht unter Druck zu setzen. (thl)

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Re: Linux Kernel 4.19
« Antwort #1 am: 27. August 2018, 14:28:58 »

Ein neuer I/O-Controller hält unwichtige Programme besser im Zaum. Der im Oktober erwartete Kernel kann nun auch Snapshots von Windows-Freigaben einbinden.

Support für den neuen WLAN-Standard IEEE 802.11ax und Treiber die USB-WLAN-Sticks AVM FRITZ! AC 430 und 860 sind Highlights des Mitte Oktober erwarteten Linux 4.19. Außerdem wird der neue Kernel auch 32-Bit-x86-Systeme vor der Anfang Januar bekanntgewordenen Prozessor-Sicherheitslücke Meltdown schützen. Neu dabei ist auch ein Treiber für den Grafikchip einiger mit Windows ausgelieferten ARM-Notebooks, die bei Linus Torvalds die Hoffnung auf ein alltagstaugliches und halbwegs leistungsstarkes ARM-Notebook geweckt haben.

Linux 4.19 soll mindestens zwei Jahre gewartet werden.
Linux 4.19 wird zudem ein Longterm-Kernel sein, der mindestens zwei Jahre gepflegt wird. Das stellte Greg Kroah-Hartman jüngst klar, kurz bevor die Hauptentwicklungsphase von 4.19 endete. Am selben Tag hatte er bereits erklärt, Linux 4.9 nicht nur zwei, sondern sechs Jahre zu pflegen; nach dem insbesondere für Android länger gepflegten Linux 4.4 ist 4.9 der zweite Kernel-Zweig, den Kroah-Hartman so lange mir Sicherheitskorrekturen und kleinen Verbesserungen versorgen will. Der wohl zweitwichtigste Kernel-Entwickler erläuterte parallel in einem ausführlichen Blog-Post, welcher Kernel-Zweig sich seiner Meinung nach für welche Geräteklasse (Desktop, Notebook, Server, Embedded-Hardware, …) eigne.

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Re: Linux Kernel 4.19
« Antwort #2 am: 28. August 2018, 17:21:01 »
Mal noch eine interessante Information.
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Re: Linux Kernel 4.19
« Antwort #3 am: 11. September 2018, 07:27:46 »

Das im Oktober erwartete Linux 4.19 verbessert die Netzwerk-Performance und unterstützt den neuen und schnelleren WLAN-Standard.

Der am 15. oder 22. Oktober erwartete Linux-Kernel 4.19 wird den nächsten WLAN-Standard IEEE 802.11ax unterstützen, der WLAN-Übertragungen deutlich beschleunigen soll. Die neue Linux-Version bringt auch gleich Treiber für einen Intel-Chip mit, der diesen Standard nutzt.

Zu den wichtigsten Neuerungen beim Netzwerk-Support zählen ferner Treiber für USB-WLAN-Chips von Mediatek, durch die Linux 4.19 die USB-WLAN-Sticks AVM FRITZ! AC 430 und 860 von Haus aus unterstützt. Eine längere Bündelung von Netzwerkpaketen verspricht, die Netzwerk-Performance zu verbessern – bislang macht sich allerdings nur ein Netzwerktreiber diesen Trick zunutze.

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